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Das sind die wichtigsten Rebsorten aus Spanien

Heutzutage wird von den spanischen Weinerzeugern doch immer mehr auf heimische Qualität gesetzt. Sprich es werden vermehrt einheimische Rebsorten für Weißweine und Rotweine genutzt. Den spanischen Weinsorten fehlt es auf gar keinen Fall an Qualität oder Charakter. Sie brauchen sich nicht hinter „großen“ Sorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon oder Merlot verstecken. Der Spanier kann es jederzeit mit diesen bekannten Weinsorten aufnehmen. Vor allem, da eben genau diese - in aller Munde präsenten Weine - mittlerweile auch in Spanien angebaut werden. Jedoch lohnt es sich hervorzuheben, dass diese bekannten Rebsorten sich eben nicht gegen die heimischen guten Tropfen durchsetzen konnten. Die drei wichtigsten spanischen Rebsorten sind: Tempranillo, Airèn und Bobal.

Wichtigste spanische Rotwein Rebsorte: Tempranillo

Die rote Tempranillo ist die wohl wichtigste Rotwein Rebsorte Spaniens. Der Name wird vom spanischen „temprano“ abgeleitet – dies bezieht sich auf den frühen Reifezeitpunkt. Tempranillo wird eher selten sortenrein angebaut. Sie wird mit dem Wein der Rebsorten Mahzula und Garnache, z.B. beim Rioja verschnitten. Die Rioja Weine aus Spanien bestehen an sich aus 60 bis 90 % Tempranillo Weinen, sie sind tiefrot, schmackhaft würzig und können lange gelagert werden.

Airèn ist weltweit die meist angebaute Weißwein-Rebsorte

Mehr als 300.000 Hektar beträgt die Gesamtrebfläche weltweit der am meist angebauten Weißwein-Rebsorte. Bemerkenswert: Airèn wird nur in Spanien und sonst nirgendwo angepflanzt. Im andalusischen Spanien wird sie auch Aidé oder Lairén genannt. In der La Mancha sagt man auch Valdepeñas oder Manchega. Jedoch geht die Airèn-Anbaufläche langsam immer weiter zurück: Noch zum Ende der 80er Jahre betrug die Fläche immerhin etwa über 475.000 Hektar. Aber man darf nicht vergessen, dass immerhin doch noch ein Drittel der Rebfläche Spaniens mir der weißen Rebsorte Airèn bepflanzt ist. Dies entspricht sage und schreibe etwa der doppelten Fläche der kompletten Rebflächen von Deutschland, Schweiz und Österreich.

Aus Airèn wird ein eher neutraler, hellgelber Wein mit einem eher höheren Alkoholgehalt gezogen, um diesen schließlich als Weißwein oder auch in Zentralspanien als mit dem Tempranillo verschnittenen hellroten Wein zu verkaufen. Die Qualität gehört eher der unteren Stufe zugeordnet. Jedoch gehört der Wein aus der Airèn als wichtiger Grundwein für die Destillation der spanischen Weinbrände einfach dazu. Wenn die modernste Kellertechnik verwendet wird (z.B. temperaturgeregelte Gärung), kann aus den Beeren der Airèn frischer und trockener Weißwein entstehen, welcher jung getrunken werden muss. 

Rote Rebsorte Bobal ist die drittwichtigste spanische Weinsorte

Nach den vorher genannten Sorten Airèn und Tempranillo ist die Rotwein Rebsorte Bobal die drittwichtigste Sorte in spanischen Gefilden. Vorrangig wird diese in den Weinbaugebieten Alicante, Albacete, Cuenca und Utiel-Requena verwendet. Die spanische Anbaufläche beläuft sich auf knapp 93.000 Hektar. Diese Trauben werden oft für Massenweine oder rektifziertes Traubenmostkonzentrat genutzt. Sie kommen mit einer kräftigen Säure daher. Da der entstandene Wein aus Spanien einen niedrigen Alkoholgehalt hat, wird der Bobal oft mit der Weinsorte Monastrell verschnitten.

Tags: Spanien, Rebsorte
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